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Industrie - Thurgauer Wirtschaftsbarometer

Thurgauer Industrie im Aufwind

Die Thurgauer Industrie kommt zunehmend auf Touren. In der nahen Zukunft dürfte sich der Aufwärtstrend fortsetzen.

Geschäftslage hellt sich zunehmend auf
Anfang Januar 2018 beurteilten die von der KOF ETH befragten Thurgauer Industriebetriebe ihre Geschäftslage deutlich besser als drei Monate zuvor. Inzwischen stuft beinahe jeder dritte Betrieb seine Geschäftslage als gut ein, nur noch jeder zwanzigste meldet eine schlechte Lage. Beim Gros der Betriebe ist die Situation befriedigend.

Exportorientierte Unternehmen als Konjunkturlokomotive
Besonders die exportorientierten Unternehmen erfreuen sich einer guten Geschäftslage. Im Branchenvergleich fallen die Maschinenindustrie und die Chemie- und Kunststoffsparte durch eine überdurchschnittlich gute Lage auf. Demgegenüber ist die Situation in der Metallindustrie eher durchzogen.

 
 
 

Allmählich normalisiert sich der Auftragsbestand
Im Schlussquartal 2017 erholten sich sowohl die Produktion als auch der Bestellungseingang der Thurgauer Industrie weiter. Die Kapazitätsauslastung nahm von 82 % auf 85 % zu. Dank einigermassen stabiler Verkaufspreise hellte sich die Ertragslage merklich auf.
Der Auftragsbestand normalisierte sich spürbar. Innert dreier Monate sank der Anteil an Betrieben mit zu spärlich gefüllten Auftragsbüchern von gut 30 % auf 17 %. Gleichzeitig gibt es mehr Betriebe mit hohen Auftragsbeständen. Bei den meisten Industriebetrieben (70 %) bewegt sich der Auftragsbestand in einem „normalen“ Bereich.

Noch immer zu knappe Aufträge aus dem Ausland
Nach wie vor unbefriedigend bleibt der Bestand an Aufträgen aus dem Ausland. Jeder dritte Betrieb verfügt über einen zu niedrigen Vorrat an Bestellungen aus dem Ausland. Nur bei jedem zwanzigsten ist er hoch.

Ungenügende Nachfrage bleibt wichtigstes Produktionshemmnis
Der Anteil der Betriebe, deren Produktion durch eine ungenügende Nachfrage gebremst wurde, nahm weiter ab. Eine ungenügende Nachfrage bleibt aber das am häufigsten genannte Produktionshemmnis. Im Vergleich dazu spielen andere Hemmnisse wie ein Mangel an Arbeitskräften oder finanzielle Restriktionen nur eine untergeordnete Rolle.

 

Zuversichtlich in den Sommer
Für das erste Quartal 2018 sind die Thurgauer Industriebetriebe sehr zuversichtlich. Fast jeder zweite geht von einer anziehenden Produktion aus, beinahe ebenso viele rechnen mit einem lebhafteren Bestellungseingang. Entsprechend planen sie, den Vorprodukteeinkauf merklich auszudehnen. Die Mehrproduktion soll mit gleichbleibendem Personalbestand bewältigt werden. Auch mit Blick auf den längeren Zeithorizont bis zum Sommer 2018 überwiegt die Zuversicht.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Weitere Informationen

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf Daten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich.
KOF, Konjunkturumfragen
Erläuterungen zu den Konjunkturumfragen

Weitere Informationen zur aktuellen Konjunkturlage in der Thurgauer Industrie
Aussenhandel - Thurgauer Wirtschaftsbarometer
Arbeitsmarkt - Thurgauer Wirtschaftsbarometer

Weitere Informationen zum Thema Industrie
Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Beschäftigte, Arbeitsstätten, Unternehmen und Wirtschaftsstruktur