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Industrie - Thurgauer Wirtschaftsbarometer

Aufwind für die Thurgauer Industrie lässt nach

Die Lage in der Thurgauer Industrie ist nach wie vor solide. Allerdings lassen die Auftriebskräfte nach.

Geschäftslage weniger positiv als noch im Sommer
Anfang Oktober 2018 meldete jeder fünfte Betrieb eine gute Geschäftslage. Dies ist weniger als noch vor drei Monaten: Damals hatte jeder dritte Betrieb von einer guten Lage berichtet.
Nach wie vor gibt es aber mehr Industriefirmen mit einer guten als solche mit einer schlechten Geschäftslage. Das Gros der Betriebe (über 70 %) stuft seine Situation als befriedigend ein.

 

 

 

Produktion auf hohen Touren
Die Industrieproduktion lief im dritten Quartal 2018 auf hohen Touren. Die Kapazitätsauslastung stieg auf 86 %. Zudem bauten die Thurgauer Industriebetriebe ihre technischen Produktionskapazitäten im dritten Quartal auf breiter Front aus. Inzwischen werden die Kapazitäten als ausreichend beurteilt.

 

Kleinerer Auftragsbestand
Dass die Thurgauer Industriebetriebe ihre Geschäftslage vorsichtiger beurteilten, dürfte mit dem Bestellungseingang zusammenhängen. Gegen Ende des dritten Quartals hat sich der Eingang von Bestellungen abgeflacht. Im September gingen zudem weniger Bestellungen ein als in im entsprechenden Vorjahresmonat.
Dadurch sind die Auftragsbücher schlechter gefüllt. Anfang Oktober 2018 sprachen 27 % der Betriebe von einem niedrigen, aber nur noch 17 % von einem hohen Auftragsbestand.

Unternehmen melden vermehrt ungenügende Nachfrage
Deutlich mehr Betriebe als vor drei Monaten gaben Anfang Oktober an, dass ihre Produktion durch eine ungenügende Nachfrage gebremst werde. Eine ungenügende Nachfrage war damit das am häufigsten genannte Produktionshemmnis (35 % der Betriebe), vor einem Mangel an Arbeitskräften (20 %) und finanziellen Restriktionen (12 %).

Betriebe bleiben zuversichtlich
Für das vierte Quartal 2018 gehen die befragten Thurgauer Industriefirmen von wieder lebhafter eintreffenden Bestellungen aus. Auch bei den Exporten wird mit einer Aufwärtsbewegung gerechnet. Die Produktion soll gesteigert werden — dies bei unverändertem Personalbestand. Bei den Einkaufspreisen kalkulieren die Betriebe mit einem Preisanstieg, bei den Verkaufspreisen mit einer Stagnation. Dies dürfte sich bei den Erträgen bemerkbar machen, die bereits im dritten Quartal stagnierten.

Deutlich mehr Betriebe als vor drei Monaten gaben Anfang Oktober an, dass ihre Produktion durch eine ungenügende Nachfrage gebremst werde. Eine ungenügende Nachfrage war damit das am häufigsten genannte Produktionshemmnis (35 % der Betriebe), vor einem Mangel an Arbeitskräften (20 %) und finanziellen Restriktionen (12 %).

Ausblick bis zum Frühling 2019: Zaghaft optimistisch
Für einen längeren Zeithorizont von sechs Monaten äussern sich die Betriebe zaghaft optimistisch. 26 % erwarten eine Verbesserung, 11 % eine Verschlechterung ihrer Ge-schäftslage.
Im Vergleich zur Juli-Umfrage gehen die Einschätzungen im Oktober allerdings stärker auseinander: mehr Betriebe rechnen mit einer Aufhellung, aber auch mehr mit einer Eintrübung.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen

Die Ausführungen auf dieser Internetseite basieren auf Daten der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich.
KOF, Konjunkturumfragen
Erläuterungen zu den Konjunkturumfragen

Weitere Informationen zur aktuellen Konjunkturlage in der Thurgauer Industrie
Aussenhandel - Thurgauer Wirtschaftsbarometer
Arbeitsmarkt - Thurgauer Wirtschaftsbarometer

Weitere Informationen zum Thema Industrie
Dienststelle für Statistik Kanton Thurgau
Beschäftigte, Arbeitsstätten, Unternehmen und Wirtschaftsstruktur